Det urettmesige oppgjøret

Om rettsoppgjøret i Norge etter 2. verdenskrig

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Den franske våpenstillstandsavtalen av 22.6.1940

 

Der deutsch-französische Waffenstillstand von Compiègne

 

Die 24 Punkte des Waffenstillstandes.

 

1. Die französische Regierung veranlaßt in Frankreich sowie in den französischen Besitzungen, Kolonien, Protektoratsgebieten und Mandaten sowie auf dem Meere die Einstellung des Kampfes gegen das Deutsche Reich.

 

2. Zur Sicherstellung der Interessen des Deutschen Reiches wird das französische Staatsgebiet nördlich und westlich der in anliegender Karte bezeichneten Linie von deutschen Truppen besetzt. Soweit sich die zu besetzenden Teile noch nicht in der Gewalt der deutschen Truppen befinden, wird diese Besetzung unverzüglich nach Abschluß dieses Vertrages durchgeführt. Die Linie beginnt im Osten an der französisch-schweizerischen Grenze bei Genf und verläuft dann etwa über die Orte Dole, Paragle, Monial und Bourges bis etwa 20 Kilometer östlich von Tours. Von hier geht sie in einer Entfernung von 20 Kilometer ostwärts der Bahnlinie Tours-Angoulàme-Libourne sowie weiter über Mont de Marsan und Orthez bis zur spanischen Grenze.

 

3. In den besetzten Teilen Frankreichs übt das Deutsche Reich alle Rechte der besetzenden Macht aus.

Es ist die Absicht der deutschen Regierung, die Besetzung der Westküste nach Einstellung der Feindseligkeiten mit England auf das unbedingt erforderliche Ausmaß zu beschränken. Der französischen Regierung bleibt es überlassen, ihren Regierungssitz im unbesetzten Gebiet zu wählen, oder wenn sie es wünscht, auch nach Paris zu verlegen.

 

4. Die französische Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist in einer noch zu bestimmenden Frist demobil zu machen und abzurüsten· Ausgenommen davon sind nur  jene Verbände, die für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung nötig sind. Ihre Stärke und Bewaffnung bestimmen Deutschland und Italien.

 

5. Als Garantie für die Einhaltung des Waffenstillstandes kann gefordert werden die unversehrte Auslieferung aller jener Geschütze, Panzerkampfwagen, Panzerabwehrwaffen, Kriegsflugzeuge, Flakgeschütze, Infanteriewaffen, Zugmittel und Munition von Verbänden der französischen Wehrmacht, die im Kampf gegen Deutschland standen und sich zur Zeit des Inkrafttretens dieses Abkommens in dem von Deutschland nicht zu besetzenden Gebiete befinden. Den Umfang der Auslieferung bestimmt die deutsche Waffenstillstandskommission.

 

6. Die verbleibenden Waffen, Munitionsmengen und Kriegsgerät jeder Art im unbesetzten Teil Frankreichs sind - soweit sie nicht zur Ausrüstung der zugebilligten Verbände freigegeben werden — unter deutscher, bzw. italienischer Kontrolle zu lagern, bzw. sicherzustellen. Die Neuanfertigung von Kriegsgerät ist im unbesetzten Gebiet sofort einzustellen.

 

7. In dem zu besetzenden Gebiet sind alle Land- und Küstenbefestigungen mit Waffen, Munition und Gerät, Beständen und Anlagen jeder Art unversehrt zu übergeben.

 

8. Die französische Kriegsflotte ist — ausgenommen jener Teil, der für die Wahrung der französischen Interessen in ihrem Kolonialreich der französischen Regierung freigegeben wird - in näher zu bestimmenden Häfen zusammen zuziehen und unter deutscher, bzw. italienischer Kontrolle demobil zu machen und abzurüsten. Die deutsche Regierung erklärt der französischen Regierung feierlich, daß sie nicht beabsichtigt, die französische Kriegsflotte, die sich in den unter deutscher Kontrolle stehenden Häfen befindet, im Kriege für ihre Zwecke zu verwenden, außer solchen Einheiten, die für Zwecke der Küstenwacht und des Minenräumens benötigt werden. Sie erklärt weiterhin feierlich und ausdrücklich, daß sie nicht beabsichtigt, eine Forderung auf die französische Kriegsflotte bei Friedensschluß zu erheben. Ausgenommen jenen zu bestimmenden Teil der französischen Kriegsflotte, der die französischen Interessen im Kolonialreich zu vertreten hat, sind alle außerhalb Frankreichs befindlichen Kriegsschiffe nach Frankreich zurückzurufen.

 

9. Bestimmungen über die Festlegung und Räumung der französischen Minensperren, deren Lage genau anzugeben ist.

 

10· Die französische Regierung verpflichtet sich, mit keinem Teil ihrer verbleibenden Wehrmacht und in keiner anderen Weise weiterhin feindselige Handlungen gegen das Deutsche Reich zu unternehmen. Ebenso wird die französische Regierung verhindern, daß Angehörige der französischen Wehrmacht außer Landes gehen, und daß Waffen und Ausrüstungen irgendwelcher Art, Schiffe, Flugzeuge usw. nach England oder in das sonstige Ausland verbracht werden. Die französische Regierung wird französischen Staatsangehörigen verbieten, im Dienst von Staaten, mit denen sich das Deutsche Reich noch im Kriege befindet, gegen dieses zu kämpfen. Französische Staatsangehörige, die dem zuwiderhandeln, werden von den deutschen Truppen als Freischärler behandelt werden.

 

11. Vorläufiges Verbot des Auslaufens französischer Handelsschiffe und ihre Rückberufung aus dem Auslande, Auslieferung aller aufgebrachten deutschen Handelsschiffe.

 

12. Startverbot für Flugzeuge auf französischem Boden. Deutsche, bzw. italienische Uberwachung der im unbesetzten Gebiet gelegenen Flugplätze.

 

13. Verpflichtung der französischen Regierung, Zerstörungen jeglicher Art zu verhindern; Zurverfügungstellung einer normalen Menge rollenden Eisenbahnmaterials für das besetzte Gebiet.

 

14. Sofortiges Sendeverbot für alle französischen Funksendestationen.

 

15. Sicherung des deutsch-italienischen Gütertransitverkehres durch Frankreich.

 

16. Rückführung der Bevölkerung der besetzten Gebiete in deutsch-französischer Zusammenarbeit.

 

17. Verbot der Verbringung von wirtschaftlichen Werten und Vorräten aus dem besetzten Gebiet.

 

18. Die Kosten für den Unterhalt der deutschen Besatzungstruppen auf französischem Boden trägt die französische Regierung.

 

19. Unverzügliche Auslieferung aller in französischem Gewahr befindlichen deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen.

 

20. Die französischen Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft bleiben bis zum Abschluß des Friedens kriegsgefangen.

 

21. Französische Haftung für die Sicherung aller zu übergebenden Gegenstände und Werte.

 

22. Uberwachung des Waffenstillstandsvertrages durch die deutsche Waffenstillstandskommission an deren Sitz (Wiesbaden) die französische Regierung eine französische Abordnung entsendet.

 

23. Inkrafttreten nach italienischer Mitteilung über den Abschluß des italienisch-französischen Waffenstillstandes, Einstellung der Feindseligkeiten sechs Stunden darnach·

 

24. Der Waffenstillstandsvertrag gilt bis zum Abschluß des Friedensvertrages. Er kann von der deutschen Regierung jederzeit mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn die französische Regierung die von ihr durch den Vertrag übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllt.

 

Kilde: Grossdeutchland, Das Reich in Freiheitskrieg

Avtalen er undertegnet av den franske general Charles Huntziger og den tyske general Wilhelm Keitel.

 

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